paul DUHEM (1919 bis 1999)

Der Belgier Paul Duhem wächst als uneheliches Kind bei seinen Großeltern auf. Durch eine Lernbehinderung muss er früh die Schule verlassen, arbeitet auf Bauernhöfen und bekommt allmählich die Rolle des Dorfidioten. 1978 findet Duhem Arbeit als Hilfsgärtner in einem Heim. 1990 geht er in Pension und besucht täglich das kreative Atelier von La Pommeraie in Wallonien. Duhem ist bereits siebzig, als er anfängt zu zeichnen und zu malen, hinterlässt aber bis zu seinem Tod ein großes Oeuvre. Dieses besteht konsequent aus der endlosen Wiederholung zweier Themen: Türen sowie Porträts eines Roboter-ähnlichen Mannes. Mittels minimaler Variationen scheint Duhem den wahren Charakter dieser banalen Themen analysieren zu wollen und gibt seinem Werk somit einen rätselhaften Charakter.