andré ROBILLARD (1932)

Robillard lebt seit seinem 19. Lebensjahr in einer psychiatrischen Klinik. Mit 32 Jahren beschließt er, etwas aus seinem Leben zu machen und findet in der Kläranlage der Klinik Arbeit. Parallel zu dieser Tätigkeit – mit der er sich aus dem Status „Insasse“ befreit – fängt er an, aus verschiedenen Abfallmaterialien Waffen zu fertigen. Gewehre verbindet Robillard mit Erlebnissen seiner Vergangenheit, da er seinen Vater als Kind oft zur Jagd begleitet hat. Zur Herstellung dieser Kampfgeräte verwendet Robillard einfache Holzstücke, aus denen er Kolben schnitzt, an die er mit verschiedenfarbigen Isolierbändern Fundstücke wickelt, um Waffen und Maschinengewehre zu imitieren. Er beginnt auch zu zeichnen und entwickelt neue Themen wie Tierdarstellungen – besonders Schlangen, Löwen, Elefanten und Vögel – sowie Luftfahrt, Planeten oder Mondlandung. Sein Arzt, Dr. Renard, zeigte die Arbeiten Robillards schon 1964 Jean Dubuffet. Seit 1975 sind seine Werke im Musée de L´Art Brut in Lausanne vertreten.