harald STOFFERS (1961)

Stoffers – seit 1983 in den Elbe-Werkstätten Hamburg tätig – begann damit, einzelne Wörter von Gegenständen seiner unmittelbaren Umgebung auf kleine Zettel zu schreiben und an seine Arbeitskollegen weiterzureichen. Aus diesen Mitteilungen entstanden Briefe in verschiedenen Formaten, die Stoffers seit 1999 täglich an seine Mutter schreibt, und die meist von einfachen Bedürfnissen oder Begebenheiten handeln. Die Spannung, die aus dem Zusammenspiel von selbst gezogenen Linien, Schrift, und schmückender Satzzeichen entsteht, welche sich aneinander anpassen, hat eine besondere Ästhetik zur Folge. Häufig reißt Stoffers einen fertigen Absatz oder eine Zeile ab, und beginnt wieder mit der Umrahmung und Linierung des Blattes, unter der spannungsreichen Einbeziehung der Rissspuren versteht sich.