Philipp SCHöPKE (1921 bis 1998)

Philipp Schöpke wurde in Erlach (NÖ) geboren. Er arbeitete als Baugehilfe und wurde zum Wehrdienst eingezogen. Aufgrund einer auftretenden Psychose lebte er über 20 Jahre lang in mehreren psychiatrischen Kliniken, bevor er 1981 ins Haus der Künstler zog, wo er 1998 starb. Schöpke zeichnete hauptsächlich Menschen, die er mit übermäßig wucherndem Haar und massenhaft Zähnen ausstattete. Hauptmerkmal seiner Figuren ist deren Durchsichtigkeit, man kann Eingeweide wie etwa Gedärme, Organe oder Geschlechtsteile erkennen. Besonders auffällig ist das rote Herz, das er nicht anatomisch, sondern als Symbol und auf der falschen Seite abbildete. Schöpke versah seine Portraits meist mit schriftlichem Zusatz, der Geschlecht, Name und Alter der Abgebildeten verrät. In seinem Spätwerk verschwinden seine Figuren unter Schichten aus Linien in verschiedenen Farben, das Resultat sind dynamische, scheinbar abstrakte Bilder. Arbeiten von Philipp Schöpke kann man in der Diamond Collection Wien finden.