franz KAMLANDER (1920 bis 1999)

Der taubstumme Franz Kamlander wuchs auf einem Bauernhof auf. Seine Herkunft ließ er unter anderem in die zahlreichen Bilder von Kühen einfließen. Gelbe, rote oder blaue Kühe entsprangen schnell und fließend seinem Stift. Nie in die Gebärdensprache eingeweiht, entwickelte er eine eigene Zeichensprache einfacher Art, mit der er sich verständigen konnte. Typische Bewegungen oder Gesten des Gegenübers übernahm er als Symbol für diese Person. Er verfügte über ein spezifisches Talent, Tiere aller Art zu zeichnen. Auswendig schuf er nicht naturgetreue Abbildungen, sondern oft auch animalische Visionen.