johann GARBER (1947, Wr. Neustadt, NÖ)

Es sind Land- oder Stadtansichten sowie Menschen- und Tierdarstellungen, denen sich Johann Garber künstlerisch nähert. Seine detailreichen Tuschezeichnungen füllt er bis an den Blattrand, erst bei genauerer Betrachtung erscheinen Sehenswürdigkeiten, Tiere, Menschen, Gestirne oder geometrische Figuren, aus denen der Künstler amüsante Ansichten schafft. Der Künstler bemalt außerdem Gegenstände wie etwa Stühle, Krickel oder Revolver. Mit dieser sehr farbigen und plakativen Kolorierung scheint er den Gegenständen ihren Charakter zu rauben: Bemalt er beispielsweise eine Pistole, verschwindet ihr aggressiver Charakter, die Waffe wird zum kitschig-ironischen Spielzeug. 1990 erhielt Johann Garber mit der Gruppe der Künstler aus Gugging den Oskar-Kokoschka-Preis. Seine Bilder kann man in der Sammlung des Museum of Outsider Art, Moskau, im American Folk Art Museum, New York, oder in der Peter Infeld Privatstiftung, Wien, finden.

 

Johann Garber, der im Baugewerbe arbeitete lebt seit 1981 im Haus der Künstler.