Junko YAMAMOTO (1973)

Das in Ausstellungen und auf Kunstmessen weltweit gezeigte Werk der Autistin Junko Yamamoto beeindruckt in seiner brillanten vereinfachten Form, der unverblümten Farbwahl und dem mutigen zweidimensionalen Entwurf. Da ihre Mutter in Heimarbeit nähte, wuchs Junko Yamamoto in einem mit diversem Material reichen Heim auf und beobachtete das handwerkliche Geschehen. Eines Tages suchte sie verschiedene Filzstücke in ihren Lieblingsfarben zusammen und überraschte ihre Familie mit einer Applikation. Die Themen ihrer Filzarbeiten umfassen Essen, Küchengerät oder Werkzeug. Ohne zu zögern schneidet sie diese Zeugnisse des Alltags aus dem Filz – anstelle der ihr schwer fallenden verbalen Kommunikation präsentiert Junko Yamamoto so ihre „Filzwelt“